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Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht mit Haptonomie einer Frau aus dem Raum Brandenburg a. d. H.

 

Ich lernte Solveig in der Praxis meiner Frauenärztin kennen. Dadurch begleitete sie mich bereits bei meiner ersten Schwangerschaft und wusste um die Komplikationen während der Entbindung (Entbindung mit Saugglocke; Mekoniumasperationssyndrom mit zweiwöchigem Klinikaufenthalt).

 

In unseren Gesprächen erzählte ich ihr von meinen Ängsten vor erneuten Komplikationen.

 

Zudem hatte ich das Gefühl, die zweite Schwangerschaft nicht so intensiv zu erleben wie die erste und hatte gegenüber meinem ungeborenen Kind bereits Schuldgefühle. Daraufhin erzählte sie mir von der Haptonomie und ich war sofort begeistert. Ein paar Tage später fand unser erster Termin statt. Solveig erklärte uns, wie Haptonomie während der Schwangerschaft anzuwenden ist, vor allem wie der Papa Kontakt zu unserem Kind aufnehmen kann. Anfangs spürten wir nicht viel. Immer wenn er die Hand auf meinen Bauch auflegte, passierte nichts und es war absolute Stille. Nach einigen Tagen jedoch, fing unser Kind an sich sofort zu bewegen, wenn es die Berührung spürte. Diese Erfahrungen machten wir nicht nur als Eltern. Unser 2 ½ jähriges Kind hatte einen noch intensiveren Kontakt zu unserem ungeborenen Kind. Ziemlich früh fing er an mehrmals täglich mit meinen Bauch zu reden, ihn zu streicheln und zu küssen. Selbst wenn er Kummer hatte sprach er mit seinem kleinen Bruder darüber und suchte bei ihm Trost. Daher merkte auch ich sehr bald, dass unser ungeborenes Kind auf ihn mit heftigen Bewegungen reagierte. Zum Ende der Schwangerschaft war es sogar so, dass die beiden den selben Rhythmus hatten. Unser Kind wurde sofort wach sobald sein großer Bruder morgens in unser Bett kam.

 

Auch wenn wir uns täglich nur ein paar Minuten Zeit für die Haptonomie nahmen, merkten wir, wie wir unserem Kind und auch uns näher kamen. Dies tat uns als Paar und als Eltern wirklich gut!

 

In den folgenden Sitzungen erklärte uns Solveig, wie ich mich unter der Geburt entspannen und locker lassen kann und wie mich mein Partner dabei unterstützen kann. Diese Übungen machte ich beinahe täglich und merkte schnell, wie es mir immer besser gelang mich „weit zu machen“ und meinem Kind positive Gedanken zu schicken. Zudem hatte ich das Gefühl aktiv etwas für die bevorstehende Geburt zu tun und fühlte mich gut vorbereitet.

Aber dennoch hatte ich große Angst vor dem was mich und mein Kind erwarten würde und ob wir das beide schaffen werden. Erneut sprach ich mit Solveig über meine Ängste und sie erklärte mir, sie glaube, dass ich die Verantwortung und Kontrolle nicht abgeben könne und dass dies einer entspannten Geburt entgegen stehen würde. Sie bestärkte mich erneute und meinte ich solle Vertrauen in meinen Körper und in die Kraft meines Kindes haben. Zudem sagte sie, ich solle mir vorstellen, jede Wehe sei eine Welle, die mich meinem Kind ein Stück näher bringe. Diese Worte machten mir Mut und begleiteten mich auch während der Entbindung.

 

Die Geburt:

Nachdem ich 8 Tage über dem Geburtstermin war, wurden unsere Sorgen immer größer, weil uns das sehr an die Geburt unseres ersten Kindes erinnerte. Zudem verschlechterten sich am dritten Tag der Einleitung für kurze Zeit die Herztöne unseres Kindes und ich musste die Nacht im Kreissaal verbringen. Auch war unser Kind immer noch nicht ins Becken gerutscht.

Doch zum Glück war Solveig in der Nacht im Kreissaal. Mit einem Griff aus der Haptonomie versuchte sie mein Kind dazu bewegen, ins Becken einzudringen. Und siehe da, am nächsten morgen war der Kopf im Beckeneingang.

 

Als die Geburt dann endlich mit einem Blasensprung begann und die „echten“ Wehen einsetzten, ging alles sehr schnell. Wir schaffte es doch tatsächlich aus eigener Kraft in nur 1 ¾ Stunden zu entbinden. Die Wehen kamen rasch hintereinander und waren sehr heftig. Ich schaffte es noch mich etwas zu bewegen und mich in den Wehenpausen zu entspannen. Auch versuchte ich meinen Beckenboden zu lockern und unser Kind mit positiven Gedanken auf den Weg zu schicken. Nachdem die Wehen dann so heftig wurden, dachte ich immer wieder an Solveig‚s Worte: „Lass den Schmerz zu und vertraue auf dich und dein Kind.“ Und 4-5 Presswehen später war unser Baby da. Wir waren überglücklich. Diesmal weinte mein Mann nicht aus Angst um mich und unser Kind sondern aus Freude! 

 

Trotz langer Einleitung hatte ich eine wunderbare Geburt und dafür möchte ich Solveig von ganzem Herzen danken!!! Es war mir wirklich sehr wichtig nach den Komplikationen bei unserem ersten Kind eine „normale“ Geburt zu erleben und es macht mich so stolz, dass mein Kind und ich es gemeinsam geschafft haben! VIELEN DANK!

 

Darüber hinaus haben wir auch noch ein sehr entspanntes und ausgeglichenes Kind bekommen. Wir als Eltern sind fest davon überzeugt, dass die Geburt und die Haptonomie einen großen Teil dazu beigetragen haben.